DSO KALKULATION & VERBESSERUNG

Die Days Sales Outstanding (DSO) ist ein wichtiger Leistungsindikator für die Verwaltung der Forderungen. Sie besteht aus zwei Variablen:

  • Die durchschnittliche Zahlungsfrist, die Ihren Kunden aufgrund der Handelsverhandlungen gewährt wurde,
  • Die durchschnittliche Anzahl von Tagen mit verspäteter Zahlung (oder Vorauszahlung) basierend auf Ihrer Leistung bei der Eintreibung von Forderungen.

Die DSO stellt die Anzahl der Tage dar. Sie gibt einen Mittelwert in Tagen wieder, der vom Zeitpunkt der Rechnungsstellung bis zum Zahlungseingang vergeht. Man spricht hier auch von der Umschlagdauer der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten (Forderungslaufzeit).

Die DSO hat direkte Auswirkungen auf das Working Capital Requirement (WCR), die Liquidität und das Gesamtrisiko für unbezahlte Rechnungen und Forderungsausfälle. Je kleiner diese Kennzahl ist, desto geringer ist Ihr WCR und Ihr Gesamtrisiko für unbezahlte Forderungen und umso wirtschaftlicher ist es für das Unternehmen. Auswirkungen sind ein besserer Cashflow und eine höhere Rentabilität. Folgerichtig  erhöht sich der Verbrauch Ihrer finanziellen Ressourcen des Unternehmens bei einer hohen DSO. Das Gesamtrisiko der Forderungsausfälle steigt und führt zu Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen. Das wirkt sich auf die Profitabilität und das Nettoergebnis Ihres Unternehmens aus.

BLICKFELD

Die DSO ist ein Indikator, da er aus vielen verschiedenen Gründen schwanken kann. Es bleibt jedoch der wichtigste KPI, um die Leistung des Kreditmanagements zu bewerten. So können Sie Ihre DSO für Ihre Debitorenbuchhaltung berechnen, aber auch für eine Kundengruppe oder für einen einzelnen Kunden (um beispielsweise sein Zahlungsverhalten zu beurteilen). Es gibt viele Methoden zur Berechnung von DSO.

Sobald die DSO berechnet ist, ist es wichtig, diese zu verstehen!

Wurde sie wegen einer längeren Zahlungsfrist für Kunden erhöht?

Oder wegen überfälliger Rechnungen?

Oder aufgrund … etc.

Die Analyse ist der Schlüssel, um anschließend gute Initiativen zu ergreifen, um die DSO zu verbessern.

BERECHNUNG

Eine klassische Methode zur Berechnung der DSO aus der Bilanz:

DSO = Forderungsbestand / Bruttoumsatz * Zeit

Vorteil:

Die Berechnung erfolgt sehr einfach durch die Finanzanalyse. Die Grundlage bietet die Bilanz und Zahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung (mit dem Zeitraum der Ausübung).

Nachteil:

Nachteile dieser Methode: Das Ergebnis ist sehr volatil von einem Monat zum nächsten und es wird stark von den Schwankungen des Umsatzes beeinflusst, die nicht repräsentativ für die Leistung in der Verwaltung der Forderungen sind. Es ist unklug, Rückschlüsse auf einen plötzlichen Rückgang oder Anstieg der KPI zu ziehen. Daher sollte mittelfristig ausgelegt werden, wobei beispielsweise ein gleitender Durchschnitt über 6 Monate zu berücksichtigen ist.

WIE VERBESSERE ICH DIE DSO?

Die Verbesserung der DSO ist ein erreichbares Ziel für Ihr Unternehmen. In der Tat ist es der Haupthebel, um die Working Capital-Anforderung zu reduzieren und somit den Cashflow und die Investitionskapazität des Unternehmens zu verbessern.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen machen im Durchschnitt etwa 30% der gesamten Bilanzsumme aus. Die Reduzierung von Forderungen mit einem niedrigeren DSO verbessert die Kreditwürdigkeit des Unternehmens und gibt finanzielle Ressourcen frei, die anderswo viel besser genutzt werden (z.B. Investitionen … etc.).

TOP 3 to do´s zur besseren DSO:

  • Verhandeln Sie mit Ihren Kunden über kürzere Zahlungsziele
  • Erhalten Sie Zahlungen und Einlagen systematisch. Fügen Sie ja nach Geschäftsbereich eine Anzahlung in Ihre Verkaufsbedingungen ein.
  • Führen Sie einen Prozess der Streitbeilegung ein, um kommerzielle / technische Streitigkeiten schnell zu lösen.

Gerne helfe ich Ihnen für Rückfragen und bei der Optimierung ihrer DSO!